Übungsabend am 03.06.2026

Dieser Übungsabend richtete sich speziell an die Atemschutzgeräteträger. Zusammen mit Kameraden der Feuerwehr Klappholz wurde ein Realbrandtraining der Firma Offtec in Enge-Sande besucht.

Die Atemschutzgeräteträger erhielten eine theoretische Einführung in die Physik des Schadfeuers bei Wohnungsbränden, insbesondere bei Objekten, welche nach neuen Bauvorschriften (sehr dicht) errichtet wurden und über eine moderner Ausstattung (viele Kunststoffe) verfügen. Hieraus ergeben sich auch neue Einsatztaktiken in der Brandbekämpfung, welche ebenfalls durchgesprochen wurden.

Vergleich zwischen alter und moderner Möblierung des Fire Safety Research Institute (2020)

Anschließend legten alle Einsatzkräfte die persönliche Schutzausrüstung und Atemschutzgeräte an und es ging zum Brandübungscontainer. Im Container wurden Holzpalletten und OSB-Platten angezündet und den Einsatzkräften die Brandausbreitung durch Durchzündung der Rauchgase demonstriert. Dabei rollte die Flammenfront direkt über die Einsatzkräfte hinweg, so dass diese den Temperaturanstieg bei einem Flash Over am eigenen Leib, jedoch unter sicheren Trainingsbedingungen, erleben konnten. In der Folge wurde gezeigt, wie der Sprühstrahl aus dem Hohlstrahlrohr nicht nur das Feuer nicht eindämmen kann, sondern zu einer Verwirbelung der heißen Raumluft sorgt, was im Ernstfall die Einsatzkräfte massiv gefährden würde.

Die Brandbekämpfung erfolgt mit Vollstrahl unter die Decke (Bild: Alexander Elvert)

Im Gegensatz dazu verwirbelte der Vollstrahl unter die Decke nicht die Luftschichten, so dass die Einsatzkräfte am Boden nicht durch die extreme Hitze gefährdet werden. Auch zeigte der Sprinklereffekt, der durch das Auftreffen des Wassers an der Decke entstand, eine rasche Wirkung bei der Brandbekämpfung.

Brandbekämpfung beim Zimmerbrand (Bild: Alexander Elvert)

Abschließend wurde das Vorgehen bei einem Zimmerbrand durch die Teilnehmer geübt: Von welcher Seite öffnet man eine Tür ohne sich selbst zu gefährden? Wie wird das Hohlstrahlrohr eingesetzt um maximalen Löscherfolg zu erzielen? Wie überprüft man einen Brandraum auf Personen und wie geht man am besten darin vor? All diese Fragen konnten ganz praktisch in dieser Einheit geübt und geklärt werden, bevor sich die Kameraden nach einem anstrengenden aber sehr erfolg- und lehrreichen Übungsabend auf den Heimweg machten.

Übungsabend am 01.06.2026

Für den Übungsabend im Juni wurde die Rettungshundestaffel der Johanniter aus Schleswig eingeladen, welche mit drei Teams – sprich drei Hunden und den dazugehörigen Hundeführern – zum Feuerwehrgerätehaus nach Havetoft kam.

(Bild: Rouven Lefarth)

Einleitend wurde den Feuerwehrkameraden und auch interessierten Bürgern eine theoretische Einleitung zur Rettungshundestaffel gegeben. Beispielsweise wurde erklärt, dass die Rettungshundestaffel bei einer vermissten Person am besten so früh wie möglich erfolgen sollte, da dann die Spur noch frisch ist. Die Alarmierung erfolgt über die Leitstelle. Auch wurde der Unterschied zwischen Mantrailer (folgt der Duftspur einer ganz bestimmten Person) und Flächensuchhunden (suchen eine Fläche nach jeglicher menschlichen Person ab) erklärt. Es wurden viele Fragen gestellt, so dass sich die kurze theoretische Einführung auf ca. eine Stunde ausdehnte.

Anschließend ging es in die praktische Vorführung. Zuerst ging ein Feuerwehrkamerad über das Gelände und legte eine Duftspur. Am Ende der Route versteckte sich der Kamerad im Gelände. Der eingesetzte Mantrailer mit seinem Hundeführer machte sich kurze daruf auf den Weg und hatte den Kameraden in kürzester Zeit gefunden. Danach versteckte sich eine Kameradin im angrenzenden Feld. Diesmal hieß es Feuerwehr gegen Flächensuchhund. Zuerst waren die Einsatzkräfte gefragt, welche in einer Menschenkette das Feld absuchte. Nach etwas über drei Minuten wurde die Person gefunden. Anschließend machten sich die Flächensuchhunde mit ihren Hundeführern auf den Weg. Beide Hunde hatten die Person in unter drei Minuten gefunden.

Der Übungsabend fand seinen Ausklang im gemütlichen Beisammensein von Einsatzkräften und Bürgern. Mehr Informationen zur Rettungshundestaffel der Johanniter in Schleswig finden Sie hier.

Einsatzbericht vom 29.05.2026

Einsatzbeginn: 19:14
Einsatzende: 20:00
Einsatzstichwort: Technische Hilfe Wasser – Menschenleben in Gefahr

Am Abend machte eine Person im Havetofter See durch Hilferufe auf sich aufmerksam. Zeugen am Ufer alarmierten darauf hin die Rettungsleitstelle, welche umgehend die Feuerwehren Havetoft-Hostrup und Böklund sowie den Rettungsdienst, Notarzt und Polizei alarmierte. Umgehend machten sich die Einsatzkräfte auf den Weg zu den Gerätehäusern und rückten kurze Zeit später aus.

An der Einsatzstelle wurden sie durch einen Einweiser zum genauen Einsatzort geleitet. Bei der Erkundung stellte sich heraus, dass sich die Person in der Mitte des Sees befand. Die Einsatzkräfte besetzten zwei Ruderboote des Angelvereins und ruderten zu der in Not befindlichen Person.

(Bild: Dominik Mößner)

Diese konnte kurze Zeit später aus dem Wasser gerettet und zum Ufer gerbracht werden, wo sie dem Rettungsdienst übergeben wurde. Die Einsatzstelle wurde an die Polizei übergeben und die Feuerwehren rückten wieder in die Gerätehäuser ein.

Einsatzbericht vom 24.04.2026

Einsatzbeginn: 22:45
Einsatzende: 23:30
Einsatzstichwort: Feuer kleiner  Standard – unklarer Feuerschein am See

Am gestrigen Abend bemerkte ein Autofahrer auf der Eckernförder Landstraße einen größeren Feuerschein am Havetofer See. Umgehend informierte er die Leitstelle, welche daraufhin die Feuerwehr Havetoft-Hostrup alarmierte.

Kurze Zeit später rückten beide Feuerwehrfahrzeuge aus. Schon auf der Anfahrt war das Feuer weithin sichtbar. Weniger erkennbar – aufgrund der Dunkelheit – war jedoch weder der genaue Ort, die Zuwegung dorthin, bzw. was überhaupt brannte. Primär wurde die Einsatzstelle von der Straße Seeblick angefahren. Einsatzleiter mit Melder machen sich zur Erkundung auf, und stellten fest, dass Schilf Feuer gefangen hatte.

(Bild: Peter Most)

Da das Feuer von dieser Seite nur schwer zu erreichen war, wurde das Löschgruppenfahrzeug noch einmal zum Parkplatz am See umgesetzt. Von dort machten sich die Einsatzkräfte zu Fuß, ausgerüstet mit Taschenlampen, Feuerpatschen und Schaufeln auf den Weg zum brennenden Schilf. Dieses war binnen kürzester Zeit gelöscht, so dass die Einsatzkräfte wieder einrücken konnten.

Einsatzbericht vom 04.04.2026

Einsatzbeginn: 0:37
Einsatzende: 02:42
Einsatzstichwort: Feuer Standard – Brennt Müllcontainer an Fassade

Das Osterfeuer war niedergebrannt, einige Kameraden noch mit dem Aufräumen beschäftigt, als die Feuerwehren Havetoft-Hostrup und Klappholz zu einer brennenden Mülltonne in Havetoft alarmiert wurden. Zusätzlich wurde auch ein Rettungswagen sowie die Polizei zur Einsatzstelle entsendet. Nur wenig später trafen die Einsatzfahrzeuge an der Einsatzstelle ein.

Das Feuer war mittlerweile von der Mülltonne auf die Holzverkleidung des Wirtschaftsgebäudes übergesprungen und breitete sich weiter unter der Deckenverkleidung aus. Während die Einsatzstelle noch erkundet wurde, bauten die Einsatzkräfte bereits eine Wasserversorgung auf. In der Folge gingen zwei Angriffstrupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung vor. Als problematisch stellte sich die Zugänglichkeit ins Innere des Gebäudes heraus, so dass ein Fenster und ein Garagenrolltor mit Gewalt geöffnet werden mussten. Von Innen wurde dann die Zwischendecke herunter genommen und das Feuer gezielt bekämpft. Kurze Zeit später konnte bereits ‚Feuer aus‘ gemeldet werden.

Kontrolle der Deckenverkleidung mit der Wärmebildkamera (Bild: Peter Most)

Trotzdem mussten die Atemschutzgeräteträger durch frische Einsatzkräfte ersetzt werden, da weitere Deckenteile entfernt werden mussten, um letzte Glutnester abzulöschen und um die Dachkonstruktion mithilfe der Wärmebildkamera zu kontrollieren. Nachdem so die Gefahr eines erneuten Aufflammens ausgeschlossen werden konnte, wurde die Einsatzstelle zurückgebaut und alle Einsatzkräfte rückten wieder ein. In den Feuerwehrgerätehäusern wurden dann Materialien gereinigt, Atemluftflaschen getauscht und die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt. Um kurz vor 04:00 Uhr am Morgen traten die letzten Einsatzkräfte den Heimweg an.

Es gab keine Verletzten, und nur durch den glücklichen Umstand, dass noch viele Einsatzkräfte bei Alarmierung am Gerätehaus waren, konnte eine massive Brandausbreitung verhindert werden.

Notfallinfopunkt

Seit heute (07.03.2026) hängt am Feuerwehrgerätehaus/Dörpshuus folgendes Schild.

Dies ist eine Maßnahme des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenschutz (BBK), um in Krisensituationen die Kommunikationswege aufrecht zu erhalten und um Hilfe zu bekommen. Ausführliche Informationen finden Sie im nachfolgenden Schreiben oder auf der Seite des Kreises Schleswig-Flensburg.

Weitere Informationen zum Thema Katastrophenvorsorge ehalten Sie auf der Homepage des BBK.

Einsatzbericht vom 23.02.2026

Einsatzbeginn: 15:04
Einsatzende: 16:10
Einsatzstichwort: Technische Hilfe Standard – Bus in Graben

Ein Bus mit 36 Arbeitskräften an Board kam am Nachmittag auf der Straße Hostrup Richtung Großsoltholz nach rechts von der Fahrbahn ab. Bäume, Strauchwerk und ein Revisionsschacht einer Felddrainage verhinderten, dass der Bus gänzlich auf die Seite kippte. Jedoch ließen sich die Türen nicht mehr öffnen, so dass die Passagiere im Inneren gefangen waren. Umgehend informierte der Fahrer die Rettungsleitstelle über den Unfall. Diese alarmierte die Feuerwehren Havetoft-Hostrup und Böklund. Da keine Verletzten gemeldet waren, wurde lediglich ein Rettungswagen zur Unfallstelle entsandt.

Über einen ersten Zugang begibt sich eine Einsatzkraft in das Businnere (Bild: Peter Most)

Es wurde entschieden, die Passagiere mittels einer Leiter durch eine entfernte Seitenscheibe im hinteren Teil des Busses zu evakuieren. Die Insassen wurden beim Verlassen des Busses durch Einsatzkräfte der Feuerwehr unterstützt und gesichert. Da plötzlich ein leichter Brandgeruch wahrnehmbar war, wurde umgehend ein zweifacher Brandschutz (Wasser über den Schnellangriffsschlauch und Pulverlöscher) aufgebaut.

Evakuierung der Passagiere über die hintere Seite (Foto: Peter Most)

Die Passagiere konnten direkt in einen wartenden Ersatzbus einsteigen. Lediglich eine Person wurde aufgrund von Kreislaufproblemen dem Rettungsdienst vorgestellt, musste aber nicht mit ins Krankenhaus. Nach Evakuierung des Busses wurde dieser durch die Feuerwehr begangen. Da sich hier keine weiteren Gefahren ergaben, wurde die Einsatzstelle der Polizei übergeben und die Feuerwehr rückte wieder ein.

Einsatzbericht vom 19.02.2026

Einsatzbeginn: 20:18
Einsatzende: 23:30
Einsatzstichwort: Feuer Standard – Schornsteinbrand

Gegen 20:00 Uhr traf sich die Wehrführung der Feuerwehr Havetoft-Hotrup im Gerätehaus, um verschiedene Planungen und Ideen zu besprechen. Nur kurze Zeit später alarmierte die Leitstelle Nord die Einsatzkräfte aus Havetoft und Hostrup sowie die Feuerwehr aus Klappholz zu einem Schornsteinbrand in der Eckernförder Landstraße. Während andere Kameraden noch auf dem Weg zum Gerätehaus waren, wurde von  der schon anwesenden Wehrführung erste Informationen zum Brandobjekt eingeholt. Kurze Zeit später machten sich alle Einsatzfahrzeuge aus Havetoft und Klappholz auf den Weg zur Einsatzstelle.

Feuerschein aus dem Schornstein (Bild: Ronald Auscher)

Schon auf der Anfahrt bestätigt sich der Kaminbrand durch deutlichen Feuerschein aus dem Schornstein. An der Einsatzstelle eingetroffen, wurde umgehend der Bezirksschornsteinfeger nachalarmiert und mit der Erkundung begonnen. Dabei stellte sich heraus, dass sich im Schornstein erhebliche Mengen Ruß entzündet hatten und aufgequollen waren. Während die Feuerwehr auf den Schornsteinfeger wartete, wurde sowohl im ersten Obergeschoss, als auch im  Dachgeschoss ein Trupp mit Wärmebildkamera und Kübelspritze positioniert, um den Kamin zu überwachen und ein eventuelles Entzünden von angrenzenden Bauteilen zu verhindern.

Der Schornsteinfeger kehrte mit Unterstützung des Trupps im Dachgeschoss den Schornstein, während ein zweiter Trupp das herunterfallende Brandgut durch die untere Revisionsklappe entfernte und ins Freie verbrachte. Nachdem der Schornstein gereinigt war, wurden die angrenzenden Räume erneut begangen und dort die Temperatur mittels Wärmebildkamera kontrolliert. In allen Bereichen zeigte sich eine Temperatur, von der keine weitere Gefahr ausging.

Die Einsatzstelle wurde zurückgebaut und vom Einsatzleiter an den Besitzer übergeben, bevor alle Kräfte wieder einrückten.